Good News! It is really happening!
Redaktionsteam der Gurk
In der letzten Gurk haben wir die Ergebnisse zur Online-Umfrage eine Buchbindewerkstatt fürs Design (Dez. 2025) veröffentlicht, welche bestätigte, dass das Bedürfnis nach diesem Angebot sehr groß ist. Das konnte von den Verantwortlichen der Hochschule nicht ignoriert werden. Die verantwortlichen Studierenden wendeten sich an die Druckerei, welche die weiteren Schritte übernommen und sich ebenfalls stark dafür eingesetzt hat.
Großes Danke an die Druckerei! <3
Seit einigen Wochen ist der Werkraum nutzbar und Robert Marschall berichtete uns von Ausstattung und Prozess.
Momentan gibt es zwei Hiwis, die euch für Einführungen an Geräten oder für Fragen zur buchbinderischen Weiterverarbeitung bereitstehen. Da der Start letztlich sehr schnell ging, ist alles noch á la work in progress, aber der Werkraum wird bereits in vollen Zügen ausgenutzt und der Terminkalender ist sehr gut gefüllt. Ab September wird es eine Ausschreibung der Hiwi - Stellen für ein Jahr geben.
Es wird seitens der Druckerei auch diskutiert, ob es zur Möglichkeit von Kursen kommen kann. Das ist abhängig von den räumlichen Gegebenheiten und ob es der Hochschule in Zukunft gelingt, der Druckerei geeignete Flächen zur Verfügung zu stellen. Im derzeitigen Werkraum (Ein Raum direkt über der Druckerei) sind keine Kurse möglich.
Bisher sind nur wenige Beschaffungskosten entstanden, da sich alle Maschinen und Geräte bereits im Bestand der Hochschule befanden. Die Druckerei berichtet über einen positiven Verlauf nach Einreichung des Konzeptes zum Werkraum im Dezember 2025. Auch die positive Resonanz und Kooperation von Dekan und Prodekanin des Designs und dem Studiengang KD möchte betont werden.
Im zurückliegenden Wintersemester hat die Hochschuldruckerei den Werkraum „Buchbinderei“ modernisiert und nutzbar gemacht. Ein neues Organisationssystem ist entstanden, das einen verständlichen Workflow ermöglicht. Endgültig fertiggestellt wird der Raum mit dem Beginn des Sommersemesters 2027.
Eine Papierbohrmaschine „Nagel Citoborma“ wird demnächst in den Bestand aufgenommen. Darüber hinaus wurden einige Materialien, Graupappe, Bezugsstoffe und Textilstoffe, die zur buchbinderischen Grundausstattung gehören, aus dem Atelier im Hermes in den neuen Werkraum umgezogen. Sollte sich die Beschäftigung einer studentischen Hilfskraft verstetigen, und die Zusammenarbeit gut funktionieren, kann über die Beschaffung weiterer Maschinen nachgedacht werden. Eine Bereicherung für das bestehende Angebot würde eine Klebebindemaschine und ein Laminiergerät darstellen.
Folgende Maschinen sind im Bestand:
Standgeräte:
- Nagel Multinak FS-B Doppelkopfheftmaschine
(für Rückstich- und Ringösenheftung, Handanlage) - Falzmaschine Matthias Bäuerle Multipli 35
(Automatik, für höhere Auflagen) - Rillmaschine Graphic Wizard Crease Master Pro
(Automatik, für höhere Auflagen)
Tischgeräte:
- Rill- und Perforiermaschine Cyklos GPM 450
(Handlage) - Stanzmaschine RM Supu Super 360M
(für Ringbuchbinung, Wire-O, Handanlage) - Schließsystem für Wire-O RM Supu MC430 Plus
(Handanlage) - Spiraleinziehmaschine RM CoilFinisher
(für Ringbuchbinung, Handanlage)
Pressen:
- 2 historische Papierspindelpressen
- 1 Schwenkpresse mit Anschlag
was ist möglich?
– klassische Fadenheftung
– Schweizer Broschur
– Koptische Bindung
– Japanische Bindung
– Steppstichheftung
– Klebebindung
– Rückstichheftung
– Ringbuch/Wire-O-Bindung
– Leporello
– Hardcover
– Softcover
Etc.
Die Entstehung des Werkraumes zeigt, dass studentisches Engagement sehr viel bewirken kann. Und dass es manchmal die Eigeninitiative, ja den Eigensinn von Studierenden braucht, um sinnvolle und nötige Neuerungen durchzusetzen.
Denn obwohl Semester für Semester Publikationen entstehen und entstanden sind, bekommen Studierende am Design Campus erst 2026 ! die Möglichkeit, vor Ort vernünftig zu pressen oder zu kleben. Es bleibt uns unbegreiflich, dass das Buchbinde-Angebot im Hermes stillschweigend hätte verschwinden sollen und ohnehin nie am Design Campus stattfinden konnte.
Ihr habt abgestimmt, die Hochschule hat geliefert. Jetzt müssen wir durch rege Nutzung dafür sorgen, dass uns dieses Angebot langfristig erhalten bleibt und nach einer Bestandsaufnahme Ende des Semesters weiter ausgebaut wird. Also: Wenn euch etwas auffällt, wenn ein nötiges Angebot wegfällt oder euch etwas fehlt – kommt zusammen, sprecht darüber, schreibt es der Hochschulleitung, schreibt es uns. Es kann sehr erfolgreich sein! :)